Sonntag, 26. September 2010

Wenn der Staat unanständig ist

"Den Wert einer Gesellschaft erkennt man daran, wie man mit den Schwächsten umgeht" - ein weiser Satz, den man in Deutschland nicht anglegen sollte, weil man sich sonst mit Grauen vom Staat abwenden würde. Mit welcher Unanständigkeit zur Zeit verfahren wird, erkennen selbst politische Blindgänger an Rainer Speer, der vom Steuerzahler mit 11.000 € monatlich veralimentiert wird, obwohl er im Verdacht steht, gemeinsam mit seiner Geliebten den Staat um einen fünfstelligen Betrag betrogen zu haben und an der Hartz 4-Diskussion, ob man mit 360 € ein lebenswertes Leben führen kann. Die Unanständigkeit ist dabei die Diskussionverlagerung seitens einer fast kriminell zu nennenden Bundesregierung, also dem Regime Merkel, auf Tabak im Wert von weniger als 12 € pro Monat und Alkohol im Wert von weniger als 8 €.

Nachdem nun die aktuellen Zahlen durchgesickert sind, kann man nur laut "Hurra" rufen, dass dieses Nonsens-Paket, welches von der Kriminellenbande in Schwarz-Gelb geschnürt wurde, im Bundesrat wohl nicht mehrheitsfähig ist. Die Koalition packt demnach das Füllhorn aus und bedenkt die Ärmsten der Armen mit sage und schreibe 5 (in Worten: fünf) Euro im Monat mehr. Jedenfalls wenn es nach ihrem kriminellen und unanständigen sowie unchristlichen Willen gehen würde. 
Der Kleckerbetrag von unter 20 € für Tabak und Alkohol wird gestrichen. Ein Internetzugang im Sinne der Arbeitsaufnahme bezahlt.

Die Kinder, um die es in der Forderung des Bundesverfassungsgericht ging, gehen leer aus. Ob ggf. Kinder unter 14 Jahren, also in dem Alter, wo sie schneller aus den Kleidern wachsen als Eltern zuschauen können, doch bedacht werden, bleibt offen. Dafür werden Kinder ggf. mit lustigen Chipkarten - ob einer der schwarz-grünen Verbrecher die Karten fertigt und daran verdient? - als Kinder aus Hartz-Haushalten stigmatisiert.

Nun könnte man glatt überlegen, ob man organisiert, dass die Leistungsbezieher und ihnen solidarische Bevölkerungsteile auf die Straße gehen sollten. Das kann man sich aber schenken, denn eine wesentlich bessere Möglichkeit gibt es bei den kommenden Landtagswahlen.

  • Sachsen-Anhalt - 20. März 
  • Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz - 27. März
  • Bremen - 22. Mai
  • Berlin und Mecklenburg-Vorpommern -  4. September
Da hat Deutschland direkt 6 Gelegenheiten Schwarz-Gelb die rote oder grüne Karte zu zeigen und sie noch weiter aus jeder Staatsverantwortung zu drücken, sowie an der vollständigen Auflösung des Sozialstaates, der übrigens grundgesetzlich verankert ist, zu hindern. Das Regime Merkel hat fertig und sollte bis spätestens zum Sommer 2011 einsehen, es ist an der Zeit die Regierungssitze frei zu machen - bevor das Volk sie persönlich aus den Bänken holt. Das Ziel muss lauten: Neuwahlen im Herbst 2011.

Kein Schadenersatz für Moslems

Manche Artikel muss selbst ich mehrfach lesen, da ich nicht glauben möchte, wie saudämlich man als Mensch sein kann.

Aktionen wie diese, die man nur noch mit viel Wohlwollen und Anstand als von Dummheit geprägt bezeichnen kann, sind es, die ein Klima im Land vergiften. Da setzt sich allen Ernstes eine Schadensachbearbeiterin hin, liest angeblich den Koran und tut das unter der Prämisse, einem Schwerstverletzten ihm zustehende Zahlungen - immerhin die "Kleinigkeit" von 60.000 € - vorzuenthalten. Und das basierend auf seiner Religionszugehörigkeit. Spekulationen, ob die Sachbearbeiterin eventuell aus Österreich kommt und einen kleinen Oberlippenbart trägt, schenke ich mir, auch wenn der Verdacht verdammt nah liegen mag.

Ist dieses Land wirklich schon wieder so weit herunter gekommen, dass eine Zahlung basierend auf der "falschen" Religionszugehörigkeit verweigert werden kann? Reicht das "falsche Religionsbuch" aus, um bei einer schweren und lebensbedrohlichen Verletzung 60.000 € weniger zu erhalten, als dies bei einem Menschen mit christlicher Religionszugehörigkeit gezahlt würde? Möchte diese Sachbearbeiterin der Gothaer Versicherung - Mailadresse - eine Zweiklassengesellschaft von Opfern einführen?

Der Vorgang ist für mich deshalb so skandalös, weil diese Sachbearbeiterin - Frau S. - impliziert, nur weil etwas in einem Buch geschrieben steht, muss ein jeder Mensch dieser Glaubensrichtung zwingend danach leben. Man müsste Frau S. einmal danach befragen, ob sie als Christin - so sie Christin ist, was ich jetzt einfach unterstelle, wie sie auch unterstellt, Herr M. sei strenggläubiger Moslem - nur nach den Geboten der Bibel lebt.
Aber auch Frau Martina Faßbender, immerhin Sprecherin dieses Abzockervereins aus Köln, ist sich dem Vernehmen nach der Tragweite dessen nicht einmal ansatzweise bewusst, was ihre Mitarbeiterin dort zelebriert hat. Sie entschuldigt sich für den "unangemessenen Ton" des Schreibens, distanziert sich und das Unternehmen "Gothaer" aber nicht vom Inhalt des Schreibens, dieser völlig intellektbefreiten Mitarbeiterin. Lieber faselt sie von "einer Debatte um ein heikles Thema", als deutlich zu sagen "Der Vorfall zeigt uns als Versicherung auf, wir müssen dringend aktuelle Drogenscreenings unserer Sachbearbeiter einholen und mit allem Nachdruck prüfen, ob unsere Mitarbeiter ihre Arbeitszeit nicht damit vertun, auf dubiosen und islamfeindlichen Internetseiten zu surfen".

Für den schwerstverletzten Herrn M. bleibt nur zu hoffen, dass er vollständig genesen wird, er die ausstehenden 60.000 € durch die Öffentlichkeit des Vorganges zeitnah erhält und sein Anwalt Herr Martin Rother noch eine Zusatzzahlung wegen der ungeheuerlichen Aussagen der Sachbearbeiterin Frau S., die immerhin im Namen der Gothaer Versicherung gezeichnet hat, aus dem Kölner Unternehmen heraus holt. Das AGG sollte ihm diesbezüglich die eine oder andere Möglichkeit eröffnen, die er hoffentlich nutzen wird. Anständige Menschen werden hoffentlich überprüfen, haben sie eventuell Versicherungen über diesen Verein abgeschlossen und wann kann man diese Policen - mit dem Hinweis auf diesen Vorgang - kündigen, denn das ist die einzige Sprache, die solche Burschen verstehen. Dass solche haarsträubenden Geschichten im Jahr 2010 in Deutschland möglich sind, hätte ich vor dem Lesen dieses Artikels ins Reich der Fabel verwiesen - und ich traue von Hause aus Versicherungen alle Schlechtigkeiten dieser Welt zu. Aber dass man zu solch einer Idiotie fähig sein könnte, hätte ich doch nicht glauben wollen. Man lernt eben nie aus.

Samstag, 25. September 2010

Sarrazin hat keine Ahnung

Wollte Thilo Sarrazin nicht, dass man seine dummen Thesen, die er um der Verkaufszahlen seines toxischen Machwerks Willen in den Raum pustete, widerlegt? Das hat die Bertelsmann Stiftung nun sehr eindrucksvoll erledigt.

Faktencheck zum Sarrazin-Gerede

Die wesentlichen Erkenntnisse:

  • 10 - 15 % der Befragten sehen die Integration als gescheitert an
  • 50 % sehen eine Verbesserung in den letzten Jahren
  • Mehr als 61 % der Befragten sagen, die Interessen der Migranten werden richtig oder zu wenig berücksichtig
  • 62 % denken, Integration ist eine beidseitige Angelegenheit
  • Für nur 16 % der Muslime hat der Islam auch Einwirkung auf ihr politisches Denken - bei einheimischen Deutschen sagen das 18 %
  • 86 % der Muslime im Land sind offen für alle Religionen
  • Lediglich 5 % der Migranten sehen sich nicht als Teil Deutschlands
  • 95 % fühlen sich in Deutschland wohl oder sehr wohl
  • 6,1 % der türkischstämmigen Migranten separieren sich bewusst von Deutschen
  • 76 % der Türkischstämmigen feiern mit Deutschen gemeinsame Feste
  • 60 % aller deutschen Erstklässler hat einen Freund oder eine Freundin mit migrantischen Wurzeln
  • 72 % aller Erstklässler mit migrantischen Wurzeln hat einen deutschen Freund oder eine deutsche Freundin
  • 2/3 aller deutschen Erstklässler sehen es als normal an, migrantische Kinder in den Klassen zu haben

Das lässt für die Zukunft des Landes hoffen. Die künstlich aufgebauten Vorurteile auf beiden Seiten werden in der kommenden Generation mehr und mehr verschwinden. Damit werden auch die Hysteriker in der Versenkung begraben.